Bei Neupflanzung von Bäumen, Sträuchern und Hecken sind Abstände zu den Nachbarn einzuhalten, um diese in der Nutzung ihres eigenen Grundstücks nicht zu sehr zu beeinträchtigen.

Wichtiger Hinweis:

Die Rechtsberatung ist Angehörigen der rechtsberatenden Berufe vorbehalten. Wir dürfen und können keine Rechtsberatung geben. Alle Angaben ohne Gewähr!
Das Nachbarrecht obliegt der Länderhoheit und das macht eine Übersicht über die geforderten Grenzabstände komplizierter.
Fast jedes Bundesland hat eigene, jeweils unterschiedliche, teils sehr detaillierte Grenzabstände vorgeschrieben.

Der Rückschnitt von Hecken auf die vorgeschriebene Höhe verjährt nicht. Ansonsten beträgt die Verjährungsfrist für Widersprüche gegen zu geringe Abstände bei 5 Jahren, ab dem Zeitpunkt der Kenntnisnahme.

Die Mindestabstände dürfen selbstverständlich unterschritten werden, wenn sich die Nachbarn (am besten schriftlich) darauf einigen. In kleinen Reihenhausgärten ist z.B. eine gemeinsame Hecke auf der Grenze durchaus sinnvoll.

Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer über Grenzabstände von Gehölzen

Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern

In Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es kein Nachbarschaftsrecht, das die Grenzabstände von Bäumen , Sträuchern und Hecken regelt. Hier greift das BGB und die jeweilige Baumschutzverordnung, die allerdings auch keine klaren Mindestabstände vorsehen.

Kein Nachbarrecht heißt nicht, dass alles erlaubt ist. Allerdings wird es schwieriger. Es obliegt dem Grundstückseigentümer, Pflanzabstände einzuhalten, die den Nachbarn nicht unzumutbar beeinträchtigen.