In diesem Beitrage erfahren Sie, wie Sie selbst eine Garage für Rasenroboter bauen können. Ich finde die beschriebene Lösung zweckmäßiger, definitiv günstiger und außerdem macht das Selberbauen Spaß. Die Platzierung der Garage ist im Beitrag Mähroboter-Installation beschrieben.

Wozu eine Garage?

Rasenroboter-GarageNormalerweise sind die Mähroboter „wasserfest“. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es z.B. für die Ladekontakte besser ist, wenn sie trocken bleiben. Das Hauptargument für eine Rasenroboter-Garage ist aber das zerstörende UV-Licht. Natürlich sind sie alle „UV-beständig“. Das wär‘ ja auch der Hit, wenn das Teil nach zwei Jahren im Freien zerbröselte.

Meine Erfahrung mit Kunststoffen sagt mir aber dennoch, dass sie im Schatten etwa doppelt so lange halten wie in der Sonne.

Eine „Fertiggarage“ kaufen

Der Marktplatz ist voll von Angeboten. Viele halte ich für unzweckmäßig. Deshalb achten Sie auf folgende Details:

  • Garagen mit transparentem Dach (z.B. Plexiglas) sehen schick aus, aber sie wirken bei direkter Sonne wie ein Brennglas und das ist für mich ein Ausschluss-Kriterium.
  • Eine Seitenverkleidung ist mir wichtig, weil z.B. die Beregnungsanlage in flachem Winkel die Garage unter Wasser setzen kann
  • Die Größe muss stimmen. Natürlich muss sie dass. Ich habe aber zwei mal verbreitert, weil ich dem Mäher nur 5 cm rechts und links zugestanden habe und damit war er nicht zufrieden.
  • Platzierung der Garage im Schatten. Anderenfalls sollte sie so groß sein, dass die Sonne den Mäher nicht trifft.

Mit diesen Kriterien bleiben noch etwa fünf Prozent der Angebote übrig. Aber das ist immer noch genug. Sie kosten im Schnitt zwischen 50 und 150 €.

Hier eine Auswahl an Rasenroboter-Garagen aus Holz bei Amazon.de

Garage für Rasenroboter selbst gebaut

Garage für Mähroboter

Garage für Mähroboter

Es braucht nicht viel Können und noch weniger Material, um eine Rasenroboter-Garage selbst zu bauen. Ich habe sie aus meinem herumliegenden Restholz gebaut.

  • Fichten-Leimholzplatten, 19 mm stark, für die Seitenteile
  • beschichtete, wasserfeste Sperrholzplatte, 4 mm stark, für das Dach
  • SPAX-Schrauben 4x40mm (Seitenteile) und 3x20mm (Dach)

Die drei Seitenteile zuschneiden, fasen, schmirgeln und verschrauben. Dann das Dach verschrauben, wobei der Überstande hinten gemittelt wird. Vorne brauchen wir mehr lichte Weite, weil der Mäher wie besoffen in die Garage fährt. Vorne sind die Seitenteile also bündig mit dem Dach.

Die Abmessungen

Mähroboter-GarageMeine Sperrholzplatte für das Dach hatte nur 60×90 cm. Das war mein Maß. Die Seitenteile und 4cm Dachüberstand abgezogen hatte ich noch ca. 48cm lichte Weite für die den Mäher. Nach dem ersten Testlauf hat sich herausgestellt, dass der Mäher beim Einparken stark zu beiden Seiten fährt, um seinen Lade-Kontakt zu finden. Deshalb habe ich die Seitenteile hinten gemittelt und vorne bündig mit dem Dach verschraubt. So komme ich auf 56cm lichte Weite und das reicht gerade so aus.

Die Folgenden Maße beziehen sich nicht auf meine abgebildete Garage, sondern auf meine Empfehlung. Sie dürfen also gerne aus meinen Fehlern lernen:

  • Dach 70x100cm (2cm Überstand auf drei Seiten)
  • Rückwand 39x67cm (Oben bündig, unten verbleibt ein Zentimeter frei für die Kabel)
  • zwei Seitenwände, 80cm lang, Höhe 40/30cm

Das ganze habe ich in dunkles Grün gehüllt. Die Garage soll ja nicht aus dem Garten heraus leuchten.

Viel Spaß beim Selberbauen Ihrer Mähroboter-Garage!