GartenlaubeWarum Raumbildung?

Terrasse – die optimale Raumbildung. Warum ist sie so wichtig? Es passiert gar nicht so selten: Eine Terrasse, eine Grillecke wird neu angelegt, zwei oder drei mal benutzt und dann nie wieder – und niemand weiß so recht, warum. Dann stelle ich immer zwei Fragen:

  1. Ist die Auswahl nach praktischen Gesichtspunkten geglückt? Diese Frage ist im Vorfeld leicht zu beantworten.
  2. Fühlen Sie sich dort wohl? Dazu bedarf es einer guten Vorstellungskraft, um zu wissen, wie die Terrasse am Ende aussieht und wie ich mehr aus ihr machen kann.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin schön essen. Sie finden ein schnuckeliges Lokal. In der Mitte des Raumes stehen aufgereiht einige 8-Personen-Tische . An den Seiten sind 4-Personen-Tische, eingefasst mit einer bepflanzten Brüstung und einer angedeuteten Pergola.  Welchen Platz suchen Sie sich aus? Sehen Sie – deshalb sollten wir uns Gedanken machen, wie wir angenehme Räume schaffen. Auch im Freien, auch auf unserer Terrasse, die optimale Raumbildung.

Je größer dieser Raum, bzw. die Terrasse ist, umso mehr Phantasie ist gefragt, wenn es um deren Gliederung geht. Es gibt eine ganze Reihe von Gestaltungsmitteln, die Ihre Terrasse zur Wohlfühl-Oase machen können:

Vertikale und horizontale Einfassungen

Sonnensegel über TerrasseMeist ist die Terrasse von der Hauswand und vielleicht noch einer Mauer oder einem Sichtschutz-Element zum Nachbarn hin begrenzt. Wenn an der Wand noch Kletterpflanzen hoch ranken, ist das schon ein guter Weg.Vielleicht können Sie sogar einen schmalen Pflanzstreifen vor dieses seitliche Sichtschutzelement arrangieren, denn die Begrünung ist ein ganz wesentlicher Aspekt im Hinblick auf eine gute Atmosphäre.

Nun ist ein Raum im Vergleich zur Fläche 3-Dimensional. Daraus folgert, dass wir den Raum auch in der Höhe erfassen. Daran denken leider die wenigsten. Es ist von Anfang an ein Konzept nötig, wie Sie diese dritte Dimension erfassen: Baum, Pergola, Überdachung oder Markise? Meist schließt eines das andere aus.

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Baum oder Pergola

Je nach Sonnen-oder Schatten-Wunsch bietet sich an der freien Ecke ein Klein- bis mittelkroniger Laubbaum an. Er schafft ein wesentlich angenehmeres Mikroklima, beschattet die Sitzecke und gibt Ihnen Sichtschutz. Eine Baumkrone kann sich auch sehr harmonisch über einer Überdachung ausbreiten und den Brennglas-Effekt mindern.

Terrasse mit PergolaDie Pergola, berankt mit sommergrünen Kletterpflanzen wie Wein, Blauregen oder Knöterich, ist immer ein Hingucker, besonders während der Blütezeit. Allerdings schließt sie die Überdachung aus. Allenfalls eine Kombination mit einer Teilüberdachung ist möglich und sinnvoll. Die Kombination mit einem Baum in unmittelbarer Nähe ist dagegen weniger sinnvoll, denn die Rankpflanzen brauchen ja auch Licht.

Überdachung oder Markise

Eine Überdachung schützt die Gartenmöbel vor Regen und macht Sie unabhängiger in der Nutzung der Terrasse. Meist werden solche Überdachungen transparent eingedeckt, damit es eine helle Terrasse bleibt. Unmittelbar am Wohnzimmer kommt ohnehin keine dunkle Eindeckung in Frage wegen der Lichtverhältnisse im Raum. Denken Sie aber daran, dass sich eine transparente Eindeckung im Sommer gelegentlich stark aufheizt. Das kann ziemlich ungemütlich werden!

Auch diese Problem ist lösbar, wenn auch mit größerem Aufwand: Installation einer flexiblen Beschattung, z.B. durch eine Markise, bei größeren Flächen auf dem Dach geführt und so gegen Starkwind gesichert. Hier sind übrigens die Grenzen zum Wintergarten fließend. Je nach Art der Konstruktion braucht es nämlich nur noch die Seitenwände mit großen Türen, und der Wintergarten ist perfekt.

Die Markise bietet größtmögliche Flexibilität, was die Anpassung an die Witterung angeht. Allerdings mit den geringsten gestalterischen Möglichkeiten. Sie ist eben ein Zweck-Utensil und hat ungefähr soviel Charme wie ein Mähdrescher… Naja – ist etwas übertrieben.

Flexible Raumbildung mit Kübelpflanzen

Oleander auf TerrasseKübelpflanzen eignen sich sehr gut zur optimalen Raumbildung auf der Terrasse, sowohl in der Fläche, als auch in der Höhe. Allerdings sollten Sie auch eine entsprechende Größe haben. Zwei Meter in der Höhe und ein bis zwei Meter im Durchmesser dürfen sie schon haben. Dadurch erzielen Sie eine angenehme, gestalterische Wirkung. Eine Ansammlung von kleineren Blumentöpfen ist jedoch kein Ersatz für eine große Pflanze. Es gibt eine Riesenauswahl an Kübelpflanzen, die sich als Raumbildner eignen, allen voran z.B. Oleander, Bougainvillea, Flieder, Bambus usw.

Der große Vorteil der Kübelpflanzen ist ihre Beweglichkeit auf der Terrasse, als Raumteiler oder Raumbildner. Braucht man den Platz, dann sind sie, auf Rollbretter gestellt, schnell zur Seite geschoben.

Pflanzinsel innerhalb der Terrasse

Bei großen Flächen kann eine auflockernde Unterbrechung durch kleine Einschnitte oder Inseln im Belag sinnvoll sein, die mit kleinkronigen Bäumen (z.B. Kugelahorn, Kugelakazie) oder mit schirm- bzw. trichterförmig wachsenden Großsträuchern (z.B. Fächerahorn, Flieder, Goldregen) begrünt sind. Das gliedert große Flächen und schafft so eine behaglichere Atmosphäre.

Horizontale Ebenen schaffenTerrasse

Gerade auf einer großen Terrasse ist eine geschickte Gestaltung mit verschiedenen Ebenen reizvoll. So kann z.B. die Grillecke um 1-2 Stufen erhöht sein, sodass nebenbei auch die Rauchbildung weniger stört. Eine Sitzecke innerhalb einer großen Terrasse um 1-2 Stufen zu vertiefen, vermittelt mehr Schutz und Behaglichkeit.

Hanggrundstücke erfordern gartengestalterische Ideen und viel Geschick im Umgang mit dem Gelände. Aber gerade dort können ganz bezaubernde Räume im Freien entstehen. Eine Terrasse höhen-abgestuft in einem Hanggarten kann so zu einer Augenweide mit großem Flair werden.

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