Der beste Mähroboter – die Qual der Wahl

Mähroboter gibt es viele, mit und ohne Begrenzungsdraht, Billigmodelle aus Fernost oder Europäische Markenware. Wie ich systematisch zu dem für meinen Bedarf passenden Mäher fand, beschreibe ich hier.

Die Situation für den Rasenroboter

Es gibt zwei getrennte Rasenflächen, die der Rasenroboter zu bearbeiten hat: Im vorderen Gartenteil sind es 150 qm, die wir intensiv nutzen und an die wir hohe Ansprüche stellen, während wir im hinteren Teil etwa 400 qm kaum nutzen. Beide Flächen sind durch einen fünf Meter breiten Weg voneinander getrennt.Garten-Aufteilung

Überlegungen vor dem Kauf

Meine zwei Gründe für einen Mähroboter:

  • Der Naturkreislauf bleibt geschlossen,weil der Rasenschnitt liegen bleiben kann und als Dünger dient. So ist nur noch bei Bedarf regulativ nachzudüngen.
  • Die Zeit ist kostbar und jünger werden wir auch nicht. Einen Automover zu befehligen bringt Zeit für Dinge, die mir wichtiger sind als Rasen zu mähen. Außerdem wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo die körperlichen Gebrechen das Hauptargument für solche Automaten werden.

Mähroboter ohne Begrenzungsdraht

Ich ging schon seit fünf Jahren mit einem Rasenroboter schwanger, aber dieses verflixte Begrenzungskabel hielt mich davon ab. Ich wollte auf einen Mähroboter warten, der auch ohne Induktionsschleife auskommt.

Mittlerweile sind drei Typen auf dem Markt, die immer noch nicht überzeugen. Sie können Betonplatten von offenem Boden unterscheiden. Ist die Rasenfläche also ringsum mit Wegen oder Mähkanten eingefasst, dann bewegt sich der Roboter nur in der Rasenfläche. Aber bei Hindernissen im Rasen wird es schon schwierig, denn er wird immer anstoßen und muss sich neu sortieren. Auch Übergänge zur Pflanzfläche müssen „abgesteckt“ werden, sonst mäht der Helfer den Gemüsegarten platt.

Noch gewichtigere Argumente gegen Rasenroboter ohne Begrenzungsdraht sind derzeit noch der unverhältnismäßig hohe Preis und die Unfähigkeit, selbständig die Arbeit zu tun. Sie sind nicht zu Programmieren und finden ihre Ladestation nicht. Man muss sie also zum Einsatzort tragen, einschalten und dann laufen sie, bis die Batterie leer ist. Anschließend muss ich sie zur Ladestation tragen und dort anschließen. So etwas verdient jedoch den Namen „Mähroboter“ nicht. Eigentlich unverständlich, dass die Programmierung nicht genauso möglich sein soll wie bei den anderen Mähsklaven. Trotzdem wird das die Zukunft sein. Aber noch länger will ich darauf nicht mehr warten.

Mähroboter mit Begrenzungsdraht

Hier ist die Auswahl riesig und damit ist auch der Preis rasant gefallen. Aber was sind meine Auswahlkriterien? Wie komme ich durch den Dschungel an Angeboten, ohne mich auf wohlklingende Versprechungen auf den Hochglanzprospekten zu verlassen?

Die wichtigsten Kriterien sind für mich Qualität, Service und der Preis – in dieser Reihenfolge. Damit scheiden die asiatischen Billigprodukte aus, denn bei Fragen, Reparaturen oder Ersatzteilen traue ich den „Billigheimern“ nicht über den Weg. Und wenn der Mäher nach Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgibt, zuckt der Händler mit den Achseln – „kauf einen neuen, der ist billiger als den alten zu reparieren“! So wird billig am Ende doch teurer und belastender für unsere Umwelt.

Nun bleiben also noch die Europäischen Angebote und das sind immer noch zu viele für eine erste Auswahl. Husqvarna, Stihl und McCulloch sind drei Anbieter, die den Profimarkt bei Gartengeräten bedienen. Zu ihnen habe ich am meisten Vertrauen, weil ich mit anderen Geräten aus ihrem Programm schon viel gearbeitet habe. Gardena und Bosch fallen mir als deutsche Anbieter für den privaten Gartenbereich ein.

Die Qual der Wahl

Nach tagelangem lesen von Tests, Bewertungen und Erfahrungsberichten im Internet blieb für mich Stihl, Gardena, Husqvarna und McCulloch zur Auswahl. Die Überraschung: Es gibt eigentlich nur noch Stihl und Husqvarna Mähroboter, denn die Schweden haben Gardena und McCulloch einverleibt. Nur die Markennamen bleiben erhalten.

Um etwas Reserve zu haben, sollte der Mähroboter mindestens für 600 qm ausgelegt sein. Diese vier Typen kamen in die engere Wahl:

Alle vier Typen halte ich für gut. Nach Abwägung geringfügiger Eigenheiten, Vor- und Nachteilen, habe ich mich für den Gardena sileno live 750 entschieden.

Zur Installation und meinen praktischen Erfahrungen mit dem Rasenroboter lesen Sie hier meinen Bericht.

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