Anleitung lesen dauert länger als die Installation

Wie die Entscheidung zu genau diesem Typ zustande kam, welche Vor- und Nachteile sie haben, erfahren Sie im Abschnitt „Der beste Mähroboter – die Qual der Wahl“.

Gardena Sileno life 750

Nun bin bereit für die Mähroboter-Installation. Sie ist bei den meisten Mährobotern ähnlich. Die folgende Beschreibung soll Sie vor möglichen Fehlern bewahren. Ich habe mich für den Typ „Sileno life 750“ von Gardena entschieden, worauf sich diese Beschreibung bezieht.

Die meiste Zeit nimmt das Lesen der Bedienungsanleitung in Anspruch. Und da gibt es einige Unstimmigkeiten, die ich nicht erwartet hatte. Die Anleitung ist zwar in gutem Deutsch geschrieben, aber mit einigen Fehlern und fehlenden Informationen behaftet. So wird z.B. erst die Bodenplatte montiert. Die muss jedoch wenig später wieder demontiert werden, um den Leitdraht anzubringen.Im Netz gibt es unzählige Video-Tipps zur Installation. So ging ich gut gerüstet ans Werk. Die erste Entscheidung betrifft die Verlegung des Begrenzungsdrahtes: Oberirdisch oder unterirdisch?

Die Platzierung der Ladestation

Rasenroboter-außerhalb-des -RasensAlle Hersteller schreiben, den Mähroboter möglichst zentral am Rande der Rasenfläche zu stationieren. Das gefällt mir aber gar nicht. Rasen soll Rasen bleiben und als solcher genutzt werden. Die Lösung ist eine Platzierung außerhalb der Rasenfläche, hinter der Mähkante. Da findet sich leicht ein Plätzchen, wo der Mäher nicht stört.

Das Problem sind die Begrenzungsdrähte und der Leitdraht. Sie müssen unter der Mähkante verlegt werden. Alles andere sähe sehr unprofessionell aus und würde stören.

Eine Mähroboter-Garage empfehle ich auf jeden Fall. Worauf es beim Kauf ankommt und wie sie diese Garage selbst Bauen können, erfahren Sie im Beitrag Garage für den Mähroboter.

Der Begrenzungsdraht

Für mich ist es keine Frage: Der Begrenzungsdraht muss in den Boden. Auf dem Rasen wird er immer stören. Das Vertikutieren wird unmöglich und beim Abrechen des Rasens, z.B. von Laub werde ich ihn wohl immer wieder losreisen.

Aber: Ist der Draht einmal in der Erde, lassen sich Korrekturen nur noch mit großem Aufwand vornehmen. Da ich keine Erfahrung habe, wie weit das Gerät über den Draht mäht (und auch die Anleitung keine Auskunft darüber gibt), verlege ich den Induktionsdraht zunächst auf dem Rasen. Nach dem Testlauf kann ich ihn nach ein paar Wochen immer noch unter die Grasnarbe verlegen.

Begrenzungsdraht fixierenDraht und Befestigungshaken liegen bei. Ich verlege den Draht entlang der Gehwege mit 5 cm Abstand und an den 15 cm breiten Mähkanten mit 15 cm Abstand. Zu Mauern und anderen höheren Hindernissen halte ich 35 cm Abstand. So hoffe ich auf möglichst komplette Abdeckung durch den Roboter. Ich beginne an der Ladestation, spanne den Draht und befestige ihn alle 50-80 cm. Nach drei bis vier Wochen soll er eingewachsen und nicht mehr sichtbar sein.

Der Leitdraht

Leitdraht

Eine kleine Schlaufe lege ich an der Stelle, wo das Leitkabel angeschlossen wird. Das Leitkabel dient dazu, dem Rasenmäher den Weg zurück zur Ladestation zu zeigen. Deshalb ist es an zentraler Stelle in möglichst großer Entfernung zur Ladestation an den Begrenzungsdraht anzuschließen. Es führt dann mitten durch den Rasen direkt zur Station.

Das Leitkabel befestige ich mittig unter der Bodenplatte der Ladestation. Dort ist ein Kanal mit Befestigungsclips eingearbeitet.

Bodenplatte-Ladestation

Erst danach befestige ich die Bodenplatte mithilfe der beigelegten Erdanker am Boden. Die Ladestation sollte laut Anleitung innerhalb der

Rasenfläche liegen. Das gefällt mir nicht. Ich montiere die Station in der Pflanzfläche und versuche, dem Mäher mithilfe der Begrenzungsdrähte klarzumachen, dass dort sein neues Zuhause ist.

Anschlüsse

Jetzt schließe ich den Leitdraht am Begrenzungsdraht an. Anschließend an der Ladestation mittels beiliegender Schnell-Clips den rechten und linken Begrenzungsdraht sowie den Anfang des Leitdrahtes in die jeweils bezeichneten Buchsen an der Rückseite der Ladestation. Schließlich kommt der Travo an die Außensteckdose. Niedervoltkabel vom Travo zur Ladestation und schon ist die praktische Arbeit erledigt. Der Travo sollte vor Spritzwasser und direkter Sonne

Ladestation

geschützt sein. Ich habe ihn im Gehäuse für die Außensteckdose untergebracht. Wenn alles richtig verdrahtet ist, leuchtet die grüne Kontrolllampe. Nun beginnt die „Denkarbeit“.

Gerät einschalten und die Anwiesungen im Display befolgen: Datum und Uhrzeit, Pin-Code, Leitkabelkalibrierung, Flächenangabe, Mähzeiten usw. sind einzugeben. Bis hier habe ich für eine 150 qm große Rasenfläche für die komplette Montage knappe zwei Stunden gebraucht.

Testlauf

Die ersten Erfahrungen  – und Überraschungen mit dem Rasenroboter können Sie in meinem Mähroboter-Testbericht nachlesen.