AmeisenAmeisen sind Nützlinge

Ameisen im Rasen verursachen meist keine existentiellen Schäden. Zunächst sind Ameisen als Nützlinge zu sehen. Sie ernähren sich von Insekten (leider nicht von denen, deren Honigtau sie mögen) und zersetzen organische Substanz. Sie gelten sozusagen als „Aufräumer“ im Garten.

Warme, trockene Sandböden

Die häufigsten Arten in unseren Gärten sind die Weg- und die Rasenameise. Sie bevorzugen warme, trockene Sandböden (oft im Sand unter Plattenwegen). Die emsigen Tierchen leben zum größten Teil unterirdisch, wo sie sich weit verzweigte Gänge schaffen. Obwohl sie keine Wurzeln direkt abfressen, trocknen die Wurzeln durch die Gänge im Sandboden besonders schnell aus und machen den Rasen an diesen Stellen besonders empfindlich. Schade, dass sie nicht im Lehmboden „arbeiten“ – dort wäre eine Bodendurchlüftung durch die Gänge durchaus gewollt.

Ameisen im RasenAmeisen können im Rasen auch richtig lästig werden. Kommen sie in großen Massen vor, zerstören sie die Grasnarbe und machen aus dem Rasen eine „Hügelpiste“. Charakteristisch sind 5-15mm hohe Streifen von aufgeworfener Erde. Besonders bei Zierrasen und Golfgreens, also besonders kurz gemähten Flächen wird das zum Problem.

Das Foto zeigt jedoch einen Ameisenhügel von ca. 15cm Durchmesser und 10cm Höhe. In einem Abschnitt meines Gartens habe ich eine 100 qm große Wiese als Natur-Refugium belassen. Dass es den Ameisen dort gefällt, freut mich und zeigt mir, dass sich die Natur von selbst entfaltet. Man muss sie nur lassen…

Bekämpfung der Ameisen

Zur Bekämpfung der Ameisen gibt es einige bewährte Maßnahmen, die die Völker nicht gleich vernichten:

• Umsiedlung. Suchen Sie den Bau der Ameisen und stülpen einen Blumentopf aus Ton darüber. Die Ameisen werden sich dahin konzentrieren und können nach wenigen Tagen schon großräumig ausgehoben und umgesiedelt werden. Beobachten Sie das Ameisenleben an der Stelle genau. Meist ist die Sache mit dem Topf mindestens einmal zu wiederholen, um auch sicher zu gehen, dass die Königin mit ihrem Nachwuchs dabei ist. Manchmal bedarf es auch mehrerer Blumentöpfe.
• Vertreibung. Die Möglichkeiten der Vertreibung sind alle nur kurzfristig und müssen in relativ kurzen Abständen, besonders nach einem Regen, erneuert werden. Ameisen haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Er hilft ihnen, Ihren Bau wieder zu finden. Lenken wir die Arbeiterinnen ab, z.B. mit Parfüm oder Essigwasser bzw. spülen ihre Duftmarken regelmäßig mit Wasser ab, sind sie leicht durcheinander zu bringen und suchen – mit Glück – eine neue Bleibe außerhalb unseres Gartens.
• Vorbeugung. Achten Sie darauf, die Tischdecke mit den Brotkrumen nicht auf der Terrasse oder dem Rasen auszuschütteln. Speisereste locken auch Ameisen an. Platten kann man auch auf Splitt verlegen. Dort tummeln sich keine Ameisen.

Wenn alles versagt, hilft zuletzt die Chemie. Der Handel bietet viele Präparate an, von der Vergrämung bis zur Vernichtung der Ameisen – wenn es denn wirklich sein muss.

Splitt statt Sand

Mähkanten und Plattenwege verlegen Sie besser in Splitt (Körnung 2-5 mm), anstatt in Sand. Unter den Betonplatten im Sand fühlen sich die Ameisen nämlich besonders wohl und arbeiten beachtliche Mengen Sand durch die Fugen nach oben. Nach wenigen Jahren muss sacken die ersten Platten ab.

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