Der Mähroboter / Rasenroboter – des Mannes liebstes Kind.

Mähroboter / RasenroboterDer Rasenroboter ist im Prinzip ein Akkumäher der Luxusklasse. Die Vollautomaten stehen auf der Ladestation in einer Ecke der Rasenfläche. Sie bewegen sich, wie von Geisterhand, weichen Hindernissen aus und finden schließlich auch ihre Ladestation wieder.

Das Prinzip

Ein Begrenzungsdraht wird entlang der Rasengrenze oberirdisch verlegt, mit speziellen Nägeln befestigt und an die Steuereinheit an der Ladestation angeschlossen. Er gibt dem Mäher das Begrenzungssignal. Der Mäher fährt die
Rasenfläche so oft und so lange ab, wie ihm bei der Programmierung befohlen wurde.
Der Mähroboter mäht nicht etwa Bahn für Bahn, sondern fährt nach dem Zufallsprinzip einfach drauf los – kreuz und quer, solange, bis er fertig ist. Geben Sie Ihm aber auch die Chance, mal abzukühlen! Ein Minimäher kommt bei 1000 qm Rasenfläche nicht mehr zum stehen. Das würde er sicher nicht lange mitmachen.

Die Vorteile
  • Der Schnitt ist besonders sauber, weil die Geräte mit ein bis drei, mit hoher Drehzahl rotierenden Messern mähen.
  • Deshalb ist der Rasenroboter auch sehr leise – ein Genuss für die Ohren.
  • Das Schnittgut bleibt natürlich liegen. Somit kann man den Mähroboter – wie den Spindelmäher auch – in die Kategorie der Mulchmäher einreihen. Ökologisch gesehen ist der Rasenroboter also optimal, weil der organische Kreislauf geschlossen ist. Das sehr feine Schnittgut vorrottet in kürzester Zeit und sorgt wieder für Nährstoffe.
  • Dadaurch sparen Sie etwa 60-80 % der üblichen Düngemenge. Ich dünge seit dem Einsatz des Mähroboters nur noch einmal leicht im Frühjahr mit Volldünger. Und im Herbst gebe ich die übliche Menge Kalidünger. Genauere Infos zur Düngung finden Sie im Artikel Rasen düngen – die Grundlagen.
Die Nachteile

Diese modernen „Mähsklaven“ verbreiten sich trotz ihres (noch) relativ hohen Preises sehr schnell.

  • Allerdings liegt ihr Preis schon beinahe in der Klasse der Aufsitzmäher. Sieht man von den „Billigprodukten“ ab, sind für die gängigsten Qualitäts-Modelle ca. 600-2000 € zu berappen. Nach oben sind die Grenzen sehr flexibel.
  • Der Begrenzungsdraht! oberirdisch verlegt, ist es unmöglich, den Rasen zu lüften oder zu vertikutieren. Unterirdisch verlegt sind Schäden am Begrenzungskabel nicht leicht zu beheben und noch schwerer zu finden.
  • Es gibt z.Z. drei Geräte auf dem Markt, die ohne Begrenzungsdraht arbeiten. Sie sind unverhältnismäßig teuer und infolge fehlender Automatisierung keine wirklichen Helfer. Aber ich denke, die zukünftige Entwicklung wird in diese Richtung gehen.
  • An steileren Böschungen kommt der Roboter an seine Grenzen. Nicht nur deshalb sollten Sie auch das Kleingedruckte in den Herstellerangaben lesen. Besser noch, selbst im Praxisbetrieb anschauen.
  • Übliche Sichelmäher saugen durch den Luftwirbel nicht nur das gemähte Gras auf, sondern im Frühjahr auch Blütenblätter und im Herbst das Laub. Das kann der Rasenroboter nicht. Er lässt alles liegen. Und bei Regen sammeln sich Grasklumpen unter dem Chassis, die er einfach fallen lässt, wann und wo er will.
  • Für den einwandfreien Betrieb ist eine mindestens 15 cm breite Mähkante nötig, damit der Mäher nicht in die angrenzenden Pflanzen fährt.

Lesen Sie weiter in den Abschnitten

Rasenroboter – die Qual der Wahl (wie ich den richtigen Mäher fand) und

Rasenroboter – Testbericht (Praxisbericht von der Installation bis zum Testlauf)